Volkskunst

Volkskunst

Vergessene Volksbräuche erwachen nun zu neuem Leben: man kann erfahren, wie ein Schuster gelebt hat, womit ein Gerber gearbeitet hat, was ein Tuchwalker gemacht hat, ja man kann sogar die Skulptur der Viertel-Frau kennenlernen, die ihren Marktwagen auf der Promenade schiebt. Sie soll Glück bringen!

Schon bei dem Spaziergang durch die Innenstadt wird man Zeuge für die Bewahrung der örtlichen Volksbräuche, denn unter den zahlreichen Kunstwerken auf den öffentlichen Straßen und Plätzen der Innenstadt befindet sich außer den einstigen Königen und Großen des Landes auch eine nette Bekannte der Einwohner von Fehérvár, die Bronzeskulptur der Marktfrau Tante Kati – ungarisch „Kati néni. Ihre Nase wurde von den Berührungen der Fußgänger schon ganz blank poliert, denn laut einem örtlichen Aberglauben erhoffen sie sich dadurch Glück. Im Freilichtmuseum in der Straße „Rác utca” im Stadtteil „Palotaváros” (Palaststadt) kann man sich in den Alltag der berühmten Hutmacherdynastie – der Familie Dietrich - versetzen, und man kann die Werkzeuge und  Überlieferungen verschiedener Zünfte besichtigen, wie zum Beispiel der einst hier lebenden Gerber, Schuster, Stiefelmacher, Schuhmacher, Riemenmacher, Tuchwalker, Kürschner und Mantelschneider. Man kann das Haus des Handwerks besuchen, wo der Handwerkerverein Fehérvár den Besuchern einen Einblick in die Geheimnisse der Fertigung von Instrumenten der Volksmusik, des Eierfärbens mit Blättern, des Backens mit Kuchenstempeln, der Fertigung von Filzbällen, des Baus von Schilfbooten sowie des Papierschöpfens gewährt. Ein anderes Kleinod dieser Straße, die im Jahre 1772 erbaute serbisch-orthodoxe Kirche „Geburt des Heiligen Johannes” beherbergt eine außerordentlich reiche Ikonostase.

Im Gebäude des Museums König Heiliger Stephan am Platz der Landesfahne „Országzászló tér” präsentiert die ständige Volkskunde-Ausstellung „Entwicklungstraditionen bei der Entstehung von Gebrauchsgegenständen” die ethnologische Kultur des Komitats Fejér, den Weg und das Schicksal der volkskundlichen Gegenstände von ihrer Anfertigung bis zu ihrer Verwendung, bis hin zur Volkskunstbewegung unserer heutigen Zeit, und zum Schaffen der folkloristischen Gewerbekünstler. Lernen Sie die Waren des Lebküchlers, des Töpferwarenverkäufers oder des Gänseviertel-Verkäufers kennen!

Volkskunst – Traditionsbewahrung, Exkursion mit Führung (nach vorheriger Anmeldung)
Dauer: 2 Stunden
Preis für Fremdsprachenführungen: 18 000,- HUF/Gruppe
Eintrittspreis für die im Programm enthaltene Ausstellung im Freilichtmuseum: 500,- HUF/ Erwachsener, 250,- HUF/Schüler, Rentner

Volkskunst – Sonderpaket mit Museumsbesuch
Dauer: 2,5 Stunden
Preis für Fremdsprachenführungen: 21 000,- HUF/Gruppe
Eintrittspreis für das im Programm enthaltene Museum: 1.200,- HUF/Erwachsener, 600,- HUF/Schüler, Rentner